
Ich heiße Bernd-Stephan Fitte und bin am 05.12.1959 in Berlin-Dahlem geboren.
Im Sommer 1970, mit 10 Jahren, bekam ich meine erste Kamera geschenkt. Seither bin ich vom Virus Fotografie befallen, wünsche aber auch nicht davon zu genesen.
Recht schnell entwickelte ich eine Affinität zur People- bzw. Portraitfotografie – meinem Schwerpunkt. Doch sollte mein beruflicher Werdegang noch den einen oder anderen Umweg nehmen. So hegte ich als Teenager recht lange den von der Fotografie gar nicht weit entfernten Wunsch, Biologie zu studieren. Nicht weit entfernt, weil mein Vorhaben als Forscher tätig zu werden, zumindest eine ebenso gute Beobachtungsgabe wie auch Geduld erfordert, wie sie für den Fotografen notwendig ist. Mit 18 Jahren verwarf ich diesen Gedanken jedoch endgültig. Ich wollte künstlerisch tätig werden.
Ein Film und insbesondere dessen Regisseur, Clockwork Orange von Stanley Kubrick, hatten es mir angetan. Für mich war Kubrick der Fotograf unter den Filmemachern. Fortan war ich von dem Wunsch beseelt Kameramann und oder Regisseur zu werden.
Als Filmvorführer beginnend suchte ich einen Weg in die Filmproduktion. Doch erwies sich das als Sackgasse und ich wurde sehr schnell zu einem der wohl jüngsten angestellten Filmtheaterleiter Deutschlands – der am Kurfürstendamm gelegenen Filmbühne Wien. Dieses Haus existiert heute leider nicht mehr.
Als meine Tochter im Jahre 1984 geboren wurde, veränderte sich mein Fokus eklatant und ich suchte nach einem solidem Berufsfeld; machte eine Ausbildung zum Kfm. der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft und landete letztlich, zunächst als Finanzierungsspezialist bei einem großen deutschen Versicherer angeworben, in der Andragogik, sprich der Erwachsenen-Weiterbildung. Zuletzt arbeitete ich als selbständiger Coach und Kommunikationstrainer.
Ende 2001, Anfang 2002 ergaben sich für mich sehr einschneidende Ereignisse. Diese führten mich zu Grundsatzfragen hinsichtlich meines Wollens, Schaffens und Seins. Am Ende entschied ich, mich professionell dem zu widmen, was mich seit meinem 10. Lebensjahr fesselte – nämlich der Fotografie, die ich mir zu großen Teilen autodidaktisch und über diverse Assistenzen bei professionellen Fotografen erschloss.
Erste Einflüsse als Teenager, beginnend mit David Hamilton über Helmuth Newton, die dann aber schnell von Man Ray und Uwe Ommer abgelöst anhaltenderen Bestand hatten, waren es alsbald die Aufnahmen eines Günther Rakete, auch als Jim Rakete bekannt, die mich restlos begeisterten und noch immer faszinieren – ungeschminkte, Bände erzählende Portraits.
Die fotografisch handwerkliche Fertigkeit vorausgesetzt, aber mehr in den Hintergrund setzend, ist mir die Auseinandersetzung mit dem Menschen wichtig. Meine langjährige Tätigkeit als Coach und Kommunikationstrainer bietet mir hierfür eine profunde Basis.
Gerne betrete ich auch Neuland und breche auch mal ungeschriebene Gesetze. Warum muss ein Bewerbungsfoto eigentlich immer diesen klinischen Touch einer Studioaufnahme haben? Kann ein Mensch, der sich als Übersetzer bewirbt, nicht vor oder auf einer Brücke fotografiert werden? Warum werden Kinder in ihrer Lebhaftigkeit beschnitten, an deren Hemdkragen und Röckchen herumgezupft, und ihnen eine Mimik abgerungen, bis sie einer Barbiepuppe gleichen? Wollen das die Großeltern wirklich sehen? Ist eine Aufnahme in Aktion nicht viel aussagekräftiger und vor allem viel authentischer? Nun, es ist und bleibt Geschmackssache, wie selbige aber auch durch die Gesellschaft konditioniert sein kann.
Bereits seit 1999 experimentiere ich mit Projektionen. Die Ergebnisse fanden großen Anklang. Bis zum heutigen Tage ist es ein Schwerpunktthema meiner künstlerischen und von mir als Bodylightpainting bezeichneten Aktfotografie. Sie ist im Grundsatz nichts wirklich Neues, dennoch gab ich ihr diesen Eigennamen, der inzwischen (August 2010) auch von anderen Fotografen übernommen wurde. Es ist im Prinzip, ähnlich dem inzwischen gut bekannten Bodypainting, nicht mehr als Körpermalerei – nur eben mit Licht.
Es sind Dessous aus Licht, wie ich sie auch nenne, die verdecken, aber auch betonen können, immer aber die Phantasie des Betrachters anregen sollen. Auch vollkommen neue Wesenszüge können dargestellt werden. Gleich einer neuen Haut, kann ich einen Menschen in eine ihm bisher unbekannte Rolle bzw. Identität schlüpfen lassen.
Ein weiterer Vorteil von Bodylightpaintings ist deren Flexibilität. Binnen Sekunden kann ich das Dessous “umschneidern“ oder gegen ein anderes austauschen, denn davon abgesehen, dass es beim Bodypainting auch stark vom Vermögen des Malers abhängig ist, dauert eine Komplettbemalung je nach Komplexität des Motivs mitunter mehrere Stunden. Last but not least empfinden es Viele unabhängig von der Dauer als wenig attraktiv derart berührt zu werden.
Bodylightpaintings biete ich sowohl als Kunstobjekte, als auch als Shootings an. Genaueres finden Sie unter den Menuepunkten Galerien und Shooting.
Über aktuelle Ausstellungen informiere ich Sie gerne per E-Mail. Lassen Sie mich Ihren Wunsch über mein Kontaktformular wissen, ich nehme Sie dann in meinen Verteiler auf.
Referenzen sind die auf meiner Website gezeigten Fotos.
Mein Credo:
Kunst sollte wortlos ansprechen!